Der Tier-Blog

Meine persönliche Meinung rund um´s Thema Hunde & Katzen.

Kontakt Bianca Wolff

Von Bianca Wolff

Thema Hausführung bzw. Hausbesichtigung

Warum du mein Haus nicht besichtigen kannst – und warum das völlig okay ist

Es kommt immer wieder vor: Interessenten möchten sich meine Räume anschauen. Und ganz ehrlich – das kann ich sogar nachvollziehen. Gerade wenn du vielleicht andere Pensionen kennst, bei denen Führungen ganz normal sind.

Aber: Meine Betreuung läuft anders. Und das hat gute Gründe.

Ich arbeite an rund 350 Tagen im Jahr. Auch an Feiertagen, auch an Weihnachten. Mein Haus ist nicht nur mein Arbeitsplatz, sondern auch mein Zuhause. Mein Rückzugsort. Hier wohne ich, hier lebe ich – und hier betreue ich Hunde in einem sehr familiären Rahmen.

Ja, die Hunde dürfen sich bei mir frei bewegen. Aber muss das zwangsläufig bedeuten, dass ich dir meine Bettwäsche oder den Abstellraum zeige? 😄
Manche stellen sich da Dinge vor wie: „Was, wenn sich hinter dem Fernsehschrank was Gruseliges versteckt?“ – Ganz ehrlich: Sollte das so sein, wüsste ich auch nicht, welchen Unterschied das für deinen Hund machen würde. 😉

Ich verstehe, wenn man sich ein gutes Bild machen möchte. Schließlich gibst du deinen Hund in fremde Hände – und das ist nicht leicht. Aber genau dafür gibt es die Probetage. Die sind der beste Weg, um rauszufinden, ob sich dein Hund hier wohlfühlt – und ob mein Betreuungskonzept zu euch passt.

Was ich nicht leisten kann: Mehrmals täglich Hausführungen mit verschiedenen Interessenten, während schon Hunde bei mir wohnen. Ich arbeite allein, ohne Zwingeranlage, ohne Showprogramm. Und genau das macht meine Betreuung so besonders: Alltag statt Hochglanz. Vertrauen statt Fassade.

Und klar: Wer sich wirklich ein Bild machen möchte, bekommt über meinen WhatsApp-Status, Social Media oder beim Bringen & Abholen viele kleine Einblicke. Ich teile gerne – aber eben dosiert und zu einem Zeitpunkt, der für alle passt.

Ich weiß, dass viele Kunden bewusst diese Form der Betreuung suchen. Und ich weiß auch, dass es manchmal Unsicherheiten gibt. Gerade wenn man mit dem Gedanken spielt, seinen Hund in fremde Obhut zu geben. Aber vielleicht hilft der Gedanke, dass ich das seit über 11 Jahren mache – mit viel Herzblut und einem hohen Anspruch an mich selbst. Hätte es jemals echte Gründe zur Sorge gegeben, wäre das längst aufgefallen.

Und ja, auch ich lerne immer noch dazu. Nicht jeder skeptische Blick ist gleich Misstrauen – manchmal ist es einfach nur Unsicherheit oder schlechte Erfahrung. Dafür habe ich Verständnis. Ich bitte nur um eines: Dass meine Entscheidung, keine Führungen anzubieten, genauso respektiert wird wie deine Entscheidung, genau hinzuschauen.

An all meine lieben Kunden, die mich oft jahrelang begleiten, Vertrauen schenken und mir ihre Hunde anvertrauen:
Danke. Für eure Offenheit, euer Verständnis – und für die vielen kleinen Gespräche, die unsere Zusammenarbeit so besonders machen. 🐾